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Wassertropfen fällt in ruhiges Wasser, erzeugt konzentrische Kreise.
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Wassermanagement

Wasser als knapper werdende Ressource erlangt auch in Deutschland zunehmend Aufmerksamkeit. Bereits jetzt sind erste veränderte klimatische Bedingungen – über längere Trockenperioden oder die Häufung von Starkregen oder Stürmen – spürbar. Wir gehen davon aus, dass diese sich in Zukunft häufen werden. Auch wenn für unseren Immobilienbestand auf absehbare Zeit keine Gefahr besteht, verfolgen wir die Entwicklung genau, um unsere Mieter und unsere Gebäude frühestmöglich auf Veränderungen vorbereiten zu können.

Für unseren Immobilienbestand liegen derzeit keine Hinweise auf unmittelbar wasserbezogene Gefährdungen vor, etwa im Hinblick auf die Versorgung mit Trinkwasser oder die technische Funktionsfähigkeit der Gebäude. Gleichwohl beobachten wir relevante Informationen und fachliche Einschätzungen zur Klima- und Wasserentwicklung fortlaufend und beziehen sie in unsere Standort- und Quartiersplanung ein, um bei Bedarf organisatorische oder bauliche Anpassungen prüfen zu können.

Managementansatz

Wir erfassen wasserbezogene Risiken für unseren Bestand anhand externer und interner Instrumente. Für eine erste Einschätzung nutzen wir unter anderem ENCORE und die Karten des WWF Water Risk Filters, um Standorte mit erhöhtem Risiko im Hinblick auf Wasserstress oder Überflutung durch Starkregen zu identifizieren. In einem weiteren Schritt erfolgt eine vertiefte Bewertung mithilfe unseres Klimarisikotools sowie der digitalen Geoinformationsportale der Bundesländer. Die Ergebnisse werden zweimal jährlich im Rahmen des regulären Risikoassessments überprüft und soweit relevant – im Risikobericht dokumentiert. Für den aktuell betrachteten Zeitraum von fünf Jahren sowie in einer längerfristigen Perspektive liegen derzeit keine wesentlichen wasserbezogenen Risiken für unseren Bestand vor.

Veränderte klimatische Rahmenbedingungen wie längere Hitzeperioden, Starkregenereignisse oder Dürrephasen können sich auf Vegetation, Infrastruktur und Kosten auswirken. Vor diesem Hintergrund prüfen wir präventive Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, potenzielle Auswirkungen zu begrenzen und die Widerstandsfähigkeit unserer Quartiere gegenüber Witterungsereignissen zu erhöhen. Wasser wird dabei als ein Faktor betrachtet, der bei der Gestaltung von Außenanlagen und der Bewirtschaftung von Quartieren sowohl für die Nutzbarkeit der Freiflächen als auch für betriebliche Aufwände eine Rolle spielt.

Im Wassermanagement konzentrieren wir uns insbesondere auf die Erfassung und Steuerung des Wasserverbrauchs sowie auf Möglichkeiten der Nutzung von lokal verfügbarem Regen- und – soweit technisch und rechtlich zulässig – Grauwasser. Technische Lösungen wie kontrollierte Versickerung über Retentionsflächen, Dachbegrünung oder Versickerungsmulden werden eingesetzt, um Niederschlagswasser auf den Flächen zurückzuhalten oder zu versickern und die Entwässerungssysteme zu entlasten. Je nach Standort und Ausgestaltung können solche Maßnahmen auch Einfluss auf die thermische Belastung im Quartier und die Entwicklung der Vegetation haben. Gleichzeitig kann über entsprechende Bewässerungskonzepte die Versorgung von Grünflächen mit Wasser unterstützt werden. Rahmengebend wirkt hierbei unsere Planungsrichtlinie „Nachhaltige Freianlagen“, in der Grundsätze für die Gestaltung von Außenanlagen mit blau-grünen Elementen beschrieben sind.

Für die Weiterentwicklung unserer Ansätze arbeiten wir mit fachlich spezialisierten Institutionen und Partnern zusammen. Dazu gehört unter anderem eine Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut zur Planung eines integrierten Wassermanagements im Pilotquartier Bochum-Weitmar sowie eine Beteiligung im Netzwerk KlimaKoop.Kommunen, in dem Ansätze für die Quartiersentwicklung ausgetauscht und weiterentwickelt werden.

Wasserbezogene Fragestellungen haben insbesondere im Wohnumfeld sowie im Neubau Bedeutung. Auf Vorstandsebene verantwortet der Chief Rental Officer die Umsetzung im Bereich Wohnumfeld, während der Chief Development Officer die Neubauaktivitäten steuert. Beide Bereiche arbeiten bei Risikoanalyse, Freiraumplanung und Maßnahmenentwicklung zusammen, um standortbezogene Herausforderungen zu identifizieren und geeignete Lösungen zu planen.

Unsere Maßnahmen

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Starkregen / Überflutungen

Starkregenereignisse können in kurzer Zeit Schäden an Infrastruktur und Gebäuden verursachen und die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner beeinträchtigen. In unseren Regelprozessen sind daher Maßnahmen vorgesehen, die auf die Begrenzung von Risiken und möglichen Schäden ausgerichtet sind. Dazu gehört unter anderem die Erstellung von Überflutungsnachweisen, die als Grundlage für die Planung des Wassermanagements in den Quartieren dienen.

Bei der Maßnahmenplanung wird berücksichtigt, dass bei starken Regenfällen kurzfristig erhöhte Wasserstände auftreten können. Je nach Standort und technischen Rahmenbedingungen werden Möglichkeiten der Regenwasserbewirtschaftung wie Zisternen, Rigolen oder Versickerungsmulden geprüft und, wo sinnvoll, eingesetzt. Dachbegrünungen können dazu beitragen, Niederschlagswasser zeitversetzt abzuführen oder zwischenzuspeichern. Wo es die örtlichen Gegebenheiten zulassen, werden zudem Retentionsflächen vorgesehen, die im Bereich von Fließgewässern als temporäre Überflutungsflächen genutzt werden können.

Bei geplanten Bau-, Modernisierungs- und Quartiersentwicklungsmaßnahmen wird das Wassermanagement als fester Bestandteil der Planung behandelt. Grundlage ist dabei die verbindliche Planungsrichtlinie „Nachhaltige Freianlagen“, in der Anforderungen und Beispiele für entsprechende Maßnahmen beschrieben sind.

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Wasserknappheit

Während Starkregenereignisse kurzfristig die Aufnahmekapazität des Bodens überfordern können, führen längere Trockenperioden dazu, dass der Boden weniger Wasser speichern kann und sich Grundwasserstände verändern. Konzepte zur kontrollierten Zuführung und Zwischenspeicherung von Wasser – etwa durch Rückhalt und verzögerten Abfluss von Niederschlagswasser – zielen darauf ab, die Speicher- und Aufnahmefähigkeit des Bodens zu berücksichtigen. Ansätze einer „Schwammstadt“ werden in diesem Zusammenhang als Möglichkeit diskutiert, mit Niederschlagswasser so umzugehen, dass städtebauliche Flächen entlastet und lokale Wasserhaushalte unterstützt werden.

In Regionen mit ausgeprägten Trockenphasen und begrenzten Wasserressourcen ist ein entsprechendes Flächen- und Wassermanagement besonders relevant. Für unseren Immobilienbestand wurden derzeit keine Standorte identifiziert, an denen ein besonders hohes wasserbezogenes Stressniveau vorliegt. Gleichwohl prüfen wir Maßnahmen, mit denen Niederschlagswasser auf den Flächen gehalten oder versickert werden kann und die Gestaltung von Außenanlagen auf die jeweiligen Standortbedingungen abgestimmt wird.

Typische Elemente unseres Wassermanagements in Quartieren umfassen den Einsatz von Versickerungsmulden und Retentionsflächen sowie Dachbegrünungen und Rigolensysteme. Dabei wird die Dachentwässerung so geplant, dass Niederschlagswasser nicht ausschließlich in die Kanalisation eingeleitet, sondern – soweit technisch und genehmigungsrechtlich möglich – vor Ort der Versickerung zugeführt wird. Über eine entsprechende Gefälleplanung kann Wasser auf angrenzende Vegetationsflächen geleitet werden. Der Einsatz von versickerungsfähigen Belägen für Wege und Stellflächen reduziert die harte Versiegelung auf den Grundstücken und erhöht den Anteil von Flächen, über die Wasser in den Boden eindringen kann. Retentionsmulden können zusätzlich als gestaltete Freiräume genutzt werden, etwa für Spielangebote oder strukturreiche Flächen mit Vegetationsanteilen. Auf Flächen mit eingeschränkter Versickerungsfähigkeit werden ergänzend Bereiche vorgesehen, in denen Wasser verdunsten kann.

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Effiziente Wassernutzung

Auf den individuellen Wasserverbrauch unserer Mieterinnen und Mieter haben wir nur begrenzten Einfluss. Gleichwohl liegt die Entscheidung über das tägliche Nutzungsverhalten maßgeblich bei den Haushalten selbst. Wir informieren Mieterinnen und Mieter regelmäßig über Hinweise zum Umgang mit Wasser, unter anderem in unserem Kundenmagazin „zuhause“, das dreimal jährlich erscheint. Ergänzend werden bei Modernisierungsmaßnahmen und Umbauten Armaturen und Sanitärelemente eingesetzt, die auf einen angepassten Wasserfluss ausgelegt sind, zum Beispiel bei Toilettenspülungen oder Wasserhähnen. Regelmäßige Funktions- und Sichtkontrollen im Gebäudebereich dienen dazu, Auffälligkeiten wie mögliche Wasserleckagen zu erkennen und die Instandhaltung zu veranlassen.

Das Abwasser aus unseren Immobilienbeständen wird über die öffentlichen Kanalisationssysteme abgeleitet und in kommunalen oder regionalen Kläranlagen behandelt. Eine direkte Einleitung von Abwasser in Ozeane oder das Grundwasser findet nicht statt.

An unseren Bürostandorten werden Sanitäreinrichtungen eingesetzt, die auf einen begrenzten Wasserverbrauch ausgelegt sind. In der Unternehmenszentrale in Bochum stehen für die dort tätigen rund 1.000 Beschäftigten Trinkwassersysteme zur Verfügung, sodass der tägliche Bedarf überwiegend über fest installierte Zapfstellen gedeckt werden kann und der Einsatz von Einweg-Getränkeverpackungen reduziert wird. Am Kundenservice-Standort wurde mit dem Umzug von Duisburg in eine neue Immobilie in Essen auf aktuelle Gebäude- und Sanitärtechnik umgestellt; die Verbräuche werden ausgewertet, um Entwicklungen im Wasserbedarf nachvollziehen zu können.

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