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Die Auswirkungen des Klimawandels sind bereits spürbar. Neben unseren langfristigen Zielen zur Minderung treibhausgasbedingter Emissionen gewinnt daher die Anpassung an die Folgen des Klimawandels zunehmend an Bedeutung. Wir wollen die Wohnqualität für unsere Mieterinnen und Mieter auch unter sich verändernden klimatischen Bedingungen erhalten und die Gefahr von Schäden an Gebäuden und Freianlagen verringern.
Erfahren Sie mehr darüber, wie wir Klimarisiken systematisch identifizieren und welche Maßnahmen wir in unseren Quartieren und Beständen umsetzen, um auf veränderte klimatische Rahmenbedingungen zu reagieren.
Vonovia analysiert systematisch relevante Klimagefahren und orientiert sich dabei an den Anforderungen der EU‑Taxonomie sowie weiterer fachlich anerkannter Rahmenwerke. Mithilfe eines IT‑Tools bilden wir ausgewählte Klimaszenarien ab und bewerten deren potenzielle Auswirkungen auf unseren Gebäudebestand. Dabei berücksichtigen wir objektspezifische und quartiersbezogene Merkmale wie Sonnenschutz, den Anteil von Grünflächen oder den Versiegelungsgrad.
Bei der Bewertung klimabezogener physischer Risiken werden die Auswirkungen auf den gesamten Gebäudebestand des Konzerns (Deutschland, Österreich, Schweden) unter Beachtung verschiedener Klimaszenarien bis zum Jahr 2045 betrachtet. Auf dieser Grundlage identifizieren wir auf Quartiersebene Maßnahmen zur Klimaanpassung und setzen diese insbesondere im Rahmen von Quartiersentwicklungen um. Ziel ist es, mögliche negative Folgen des Klimwandels – etwa durch steigende Temperaturen, veränderte Niederschlagsmuster oder häufigere Extremwetterereignisse – frühzeitig zu berücksichtigen und die Lebensqualität in unseren Quartieren langfristig zu sichern. Gleichzeitig unterstützen diese Maßnahmen die Werterhaltung und Zukunftsfähigkeit unseres Bestands.
Aspekte der Klimawandelanpassung sind zudem in unserer Planungsrichtlinie für Freianlagen verankert. Diese umfasst konkrete Bausteine zur Verringerung von Hitzeeffekten, zur Verbesserung der Wasserableitung bei Starkregen sowie zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit unserer Quartiere gegenüber extremen Wetterereignissen. Durch die enge Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren, Behörden und Branchenpartnern gewinnen wir kontinuierlich neue Erkenntnisse, tauschen Erfahrungen aus und entwickeln gemeinsame Lösungsansätze zur Anpassung an veränderte klimatische Rahmenbedingungen.
Seit 2022 nutzt Vonovia das Klimarisikotool (KRT), um systematisch und datengestützt die relevanten Klimarisiken zu identifizieren und zu bewerten. Wir haben sechs wesentliche Klimagefahren für unser Geschäftsmodell und die Regionen, in denen wir tätig sind, identifiziert: Hitze, Dürre, zunehmender Niederschlag, Wind bzw. Sturm, Schneelast und Überflutungen.
Für diese Klimagefahren sind im KRT soweit verfügbar jeweils Projektionen abgebildet, die ihre Veränderung in verschiedenen Klimaszenarien für die Jahre 2030, 2045 und 2085 darstellen. Wir berücksichtigen dabei die empfohlenen Szenarien des International Panel on Climate Change (IPCC): RCP2.6, RCP4.5 und RCP 8.5. Diese Szenarien bilden das ganze Spektrum möglicher zukünftiger Entwicklungen ab, von einer Begrenzung der globalen Erwärmung auf rund 1,5 Grad Celsius bis hin zu einer extremen Entwicklung mit einer Erwärmung bis auf mehr als 4 Grad Celsius. Die jeweilige Ausprägung der Klimagefahren im jeweiligen Szenario bezeichnet, wie sehr ein Gebäude oder ein Quartier dem Klimawandel konkret ausgesetzt ist (sog. Exposure). Für die Bewertung des Gesamtrisikos beziehen wir auch den Zustand des Gebäudes sowie verschiedene Merkmale des Gebäudes oder des Grundstückes mit ein, z.B. die Bauart, den vorhandenen Sonnenschutz, die Bepflanzung oder den Versiegelungsgrad. Daraus ergibt sich eine individuelles „Verwundbarkeitsprofil“ (sog. Vulnerabilität). Die Kombination von Exposure und Vulnerabilität ergibt das das Gesamtrisiko in Bezug auf die betrachtete Klimagefahr. Lesen Sie mehr zu unseren Klimarisikomaßnahmen in unserem aktuellen CDP-Bericht (nur in Englisch verfügbar)
Mit verschiedenen Maßnahmen reduzieren wir die Auswirkungen des Klimawandels auf Gebäude und Wohnumfeld und erhöhen die Widerstandsfähigkeit unserer Quartiere. Dazu gehören Maßnahmen am Gebäude selbst wie z.B. verbesserter Sonnenschutz durch Jalousien und Rollläden, der Einbau moderner Fenster mit geringerer Wärmedurchlässigkeit und die Einrichtung von Gründächern oder Maßnahmen im Wohnumfeld wie die Verschattung durch Bäume und Sträucher, die Entsiegelung von Parkplätzen oder die Schaffung von Versickerungsmöglichkeiten. Bei Neupflanzungen achten wir darauf, Baumarten einzusetzen, die an die sich verändernden klimatischen Bedingungen besser angepasst sind und unter den örtlichen Bedingungen langfristig stabil wachsen können.