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Mehrfamilienhäuser umgeben Garten mit Büschen und Blumen.
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Biodiversität

Mit dem Bau und der Bewirtschaftung eines umfangreichen Immobilienbestands beeinflussen wir das lokale Klima und das ökologische Umfeld unserer Quartiere. Diese befinden sich überwiegend in großen Ballungsgebieten, in denen Grünflächen und Bäume eine wichtige Rolle für das Umfeld der Bewohnerinnen und Bewohner spielen.

Vor diesem Hintergrund pflegen und gestalten wir über 24 Mio. m² Grünflächen, davon über 5,6 Mio. m² Gehölzfläche, sowie rund 255.000 Bäume. Damit leisten wir einen Beitrag zur Bereitstellung von begrünten Flächen und Baumbeständen in unseren Quartieren und unterstützen zugleich die Aufenthaltsqualität für unsere Mieterinnen und Mieter.

Unsere Ziele und Steuerungsgrößen

Für die Gestaltung des Wohnumfelds haben wir uns Ziele gesetzt, die sowohl den Umgang mit Ressourcen und Emissionen als auch die Lebensqualität in unseren Quartieren adressieren: 

  • Wir richten Bau- und Bewirtschaftungsprozesse im Wohnumfeld darauf aus, den Einsatz von Materialien und Energie planbar zu gestalten und Sicherheits- und Wirtschaftlichkeitsaspekte zu berücksichtigen. 
  • Wir arbeiten daran, treibhausgasbedingte Emissionen zu verringern und Maßnahmen zur Bindung von Kohlenstoff – etwa durch Begrünung und Baumbestände – in unsere Planung einzubeziehen. 
  • Wir berücksichtigen bei der Gestaltung von Flächen, Gehölzen und Baumbeständen, dass unterschiedliche Pflanzen- und Tierarten geeignete Lebensräume vorfinden können. 
  • Wir befassen uns mit möglichen Folgen des Klimwandels, zum Beispiel Hitzeperioden oder Starkregen, und gestalten Wohnumfelder so, dass sie gegenüber solchen Einflüssen widerstandsfähiger werden können. 
  • Wir beziehen Bewohnerinnen und Bewohner in die Gestaltung des Wohnumfelds ein und unterstützen Angebote, die einen bewussten Umgang mit Flächen, Grün und gemeinschaftlichen Einrichtungen fördern.

Mittelfristiges Ziel (2030): Sukzessive Umgestaltung und Aufwertung unserer Quartiere in Richtung resilienter Vegetationsgemeinschaften und Lebensräume.

Managementansatz

Wir verfolgen einen Ansatz, der sowohl die jeweiligen Anforderungen vor Ort berücksichtigt als auch auf standardisierte Prozesse und eine gleichbleibende Qualität setzt. Ziel ist es, Freiflächen und Quartiere so zu gestalten, dass lokale Klima‑ und Standortbedingungen sowie Effizienz‑ und Kostengesichtspunkte in Planung und Umsetzung berücksichtigt werden. Durch die Ausgestaltung unserer Freiflächen mit geeigneten Pflanzungen, Aufenthaltsbereichen und Rückzugsflächen sollen die Aufenthaltsqualität erhöht und Lebensräume für verschiedene Arten geschaffen werden; Informations‑ und Beteiligungsangebote können zudem das Bewusstsein für Klima‑ und Umweltthemen im Quartier stärken.

Im Fokus stehen insbesondere vier Aspekte: der Umgang mit Biodiversität in unseren Quartieren, die Anpassung an veränderte Klimabedingungen, die Einbindung unserer Mieterinnen und Mieter sowie der bewusste Umgang mit Ressourcen in Planung, Bau und Pflege. Grundlage für unsere Analyse ist das ENCORE‑Tool, mit dem Abhängigkeiten und Auswirkungen in Bezug auf biologische Vielfalt und Ökosysteme identifiziert werden. Für den Real‑Estate‑Sektor werden darin derzeit keine Bereiche ausgewiesen, in denen nach dieser Methodik ein besonders hoher Druck auf Ökosysteme festgestellt wird. Unabhängig davon reagieren wir auf veränderte Umweltbedingungen wie zunehmende Hitzeperioden, Starkregenereignisse oder Biodiversitätsverluste, die sich auf Infrastruktur, Vegetation und Lebensqualität auswirken können. Unsere Maßnahmen zielen darauf ab, diesen Risiken vorzubeugen und die Nutzungsmöglichkeiten unserer Bestände langfristig zu sichern.

Unsere standardisierten Lösungen sind in einem Gestaltungshandbuch dokumentiert, das als Baukastensystem für die Planung von Freiflächen und Quartieren dient. Der Aufnahme einzelner Maßnahmen geht ein Entwicklungsprozess voraus, unter anderem unter Einbindung externer Fachleute wie des Naturschutzbundes Deutschland (NABU). In zahlreichen Projekten wurden beispielsweise unterschiedliche Habitattypen, Nistmöglichkeiten für Insekten, Fledermäuse und gefährdete Vogelarten sowie Elemente einer grün‑blauen Infrastruktur wie wasserspeichernde Versickerungsmulden erprobt und umgesetzt. Darüber hinaus orientieren wir uns an Quartierskriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zu Biodiversität und Wasserkreislaufsystemen.

Digitale Planungs‑ und Steuerungsprozesse spielen eine zentrale Rolle, um den Einsatz von Ressourcen und Kosten besser steuerbar zu machen. Grundlage ist ein Geoinformationssystem (GIS), das die Bestandsflächen transparent abbildet und mit Systemen wie dem Baum‑ und Spielplatzkataster sowie dem ERP‑System verknüpft ist. Die kontinuierliche Erweiterung um Elemente wie Insektenhotels, Habitate, Zisternen oder Rigolen unterstützt eine gezielte Steuerung und Dokumentation im Kontext von ESG‑Anforderungen.

Die Umsetzung erfolgt operativ durch unseren Wohnumfeldservice sowie ausgewählte Partnerunternehmen. Unser Wohnumfeldservice, der sich auf die deutschen Bestände konzentriert, übernimmt mit rund 1.300 Mitarbeitenden die Pflege und Instandhaltung der Freiflächen sowie größere Garten‑ und Landschaftsbauprojekte. So wird sichergestellt, dass klima‑, umwelt‑, soziale und wirtschaftliche Aspekte in unseren Quartieren systematisch berücksichtigt und bei der weiteren Entwicklung der Flächen einbezogen werden.

Unser Beitrag zu

Biodiversität

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