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Das Wasserbecken im Quartier 52 Grad Nord. Die modernen Häuser spiegeln sich im Wasser und man sieht lila Blumen im Vordergrund.
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Nachhaltiger Neubau und Umbau

Mit den Neubauaktivitäten schaffen wir dringend benötigten neuen und bezahlbaren Wohnraum, insbesondere in Ballungsgebieten. Als eines der größten Wohnungsunternehmen Europas können wir einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung dieser Zielsetzungen leisten, indem wir Wege finden, nachhaltig und gleichzeitig wirtschaftlich tragfähig zu bauen und zu entwickeln. Bei unseren Neu- und Umbauprojekten setzen wir auf eine optimierte energetische Gestaltung, den Einsatz erneuerbarer Energien sowie eine ressourcenschonende und umweltbewusste Bauweise. Ein wichtiger Hebel zur Verringerung des Ressourcenbedarfs liegt dabei im Einsatz des modularen Bauens und Modernisierens. Eine wichtige Rolle spielen hierbei zudem die Entwicklung und Planung nutzungsneutraler Grundrisse, die für verschiedene Lebensentwürfe nutzbar sind, sowie der Bau barrierearmer Wohntypen.

Unsere Ziele und Steuerungsgrößen

Zentrale Steuerungsgrößen und Zielerreichung: Der wichtigste nicht-finanzielle Leistungsindikator im Development ist der durchschnittliche Primärenergiebedarf der neugebauten Gebäude bezogen auf die Mietfläche. Diese Kennzahl ist auch Teil des Nachhaltigkeits-Performance-Index (SPI). Im Jahr 2025 betrug der durchschnittliche Primärenergiebedarf 21,9 kWh/m².

Mittelfristiges Ziel (2030): Bis 2030 wollen wir den durchschnittlichen Primärenergiebedarf des Neubaus auf rund 25 kWh/m² begrenzen. Langfristig sollen der Energiebedarf und die CO2-Intensität, inkl. der grauen Emissionen des Neubaus, noch weiter sinken.

Managementansatz

Unsere Tochter BUWOG realisiert das Vonovia Developmentgeschäft und entwickelt attraktive, nachhaltige und diverse Wohnquartiere in Deutschland und Österreich. Im Rahmen der Entwicklung unserer Bestandsquartiere führt BUWOG zudem Nachverdichtungen durch. Unser Fokus liegt auf der Entwicklung großer innerstädtischer Grundstücke in Großstädten (sog. Brownfield-Projekte), um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen und Flächenversiegelung zu reduzieren. Mit unseren Neubau- und Umbauprojekten tragen wir dazu bei, effizienten und resilienten Wohnraum bereitzustellen und so der steigenden Nachfrage zu begegnen, was sich auch positiv auf Mieterträge und die Bewertung der Gebäude auswirken kann.

Das Developmentgeschäft in Deutschland und Österreich wird vom Chief Development Officer (CDO) verantwortet, während einzelne Developmentprojekte durch den Vorstand freigegeben werden.

Das Development verfügt über eine auf die spezifischen Anforderungen zugeschnittene Nachhaltigkeitsstrategie mit 14 Themenfeldern, die Leitlinien, Vorgaben und Werkzeuge für nachhaltiges Bauen bereitstellt. Dazu zählen unter anderem die optimierte Wärmeversorgung im Quartier, der Einsatz ökologischer Baustoffe und die nachhaltige Gestaltung von Freianlagen. Ausgangspunkt ist das Ziel, den gesetzlich vorgeschriebenen Effizienzhausstandard in Deutschland um mindestens 10 % zu unterschreiten bzw. in Österreich die „klimaaktiv“-Basiskriterien zu erfüllen. Durch unsere Building Information Modelling (BIM)-Strategie gewinnen wir zudem Erkenntnisse über den gesamten Lebenszyklus unserer Quartiere, die wir zur Ableitung weiterer Maßnahmen nutzen.

Gleichzeitig können sich durch sich schnell verändernde wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen die Entwicklungs- und Baukosten erhöhen, wodurch Projekte weniger wirtschaftlich werden könnten. Um solchen Risiken zu begegnen, setzen wir unter anderem auf effizientere Bauweisen wie serielles und modulares Bauen.

Unsere Hebel für Nachhaltigen Neu- und Umbau

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Nachhaltigkeit in Planungsprozess integriert

Wir fokussieren uns auf die Revitalisierung urbaner Flächen (Brownfield-Projekte), um neuen Baugrund zu schonen. Projekte wie in Hanau oder Berlin zeigen, wie wir versiegelte Industrieflächen in grüne Wohnquartiere verwandeln – etwa durch großflächige Entsiegelung am Münsterberger Weg.

Parallel treiben wir die Digitalisierung durch die länderübergreifende Building Information Modelling (BIM)-Methode voran. Eine einheitliche Konzernstrategie vernetzt dabei unsere deutschen und österreichischen Kompetenzen für effizienteres Bauen.

Nachhaltigkeit ist als fester Regelprozess im Development verankert. Spezielle Werkzeuge stellen sicher, dass ökologische Aspekte bei Neubauprojekten von der ersten Planung bis zur Nachverfolgung konsequent umgesetzt werden.

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Baustandards und Energieeffizienz

Bei Neu- und Umbauprojekten achten wir intensiv auf eine optimierte energetische Gestaltung und den Einsatz erneuerbarer Energien. Dies erreichen wir u. a. durch die Verwendung der deutschen Effizienzhausstandards bzw. der Neubaukriterien des österreichischen „klimaaktiv Pakts“. 

Die kontinuierliche Verbesserung der energetischen Performance unserer Neubauten erreichen wir auf zwei Wegen: Erstens über die Kombination aus hohem Dämmstandard und einer überwiegenden Versorgung über Fernwärme mit niedrigem Primärenergiefaktor und zweitens über den vermehrten Einsatz von Luft-Wasser-Wärmepumpen kombiniert mit Photovoltaik-Anlagen. Über diese beiden Wege gelingt es uns in einigen Projekten bereits heute, die Wärme- und Warmwasserversorgung zu mehr als 55 % aus erneuerbaren Energien sicherzustellen. In Österreich setzen wir seit 2022 in Neubauprojekten keine Wärmeversorgung über Erdgas mehr um.  

Mit unseren Projekten erfüllen wir oft die Kriterien des Qualitätssiegels Nachhaltige Gebäude (QNG), eine der Voraussetzungen für die Nutzung der Förderung Klimafreundlicher Neubau (KFN).

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Nachhaltige Materialien

Um die Umweltauswirkungen des Bauens zu reduzieren, verringern wir bei Vonovia den Einsatz neuer, energie- und ressourcenintensiver Materialien und setzen verstärkt auf wiederverwendete und recycelte Baustoffe. In allen Phasen unserer Bauprojekte achten wir auf umweltverträgliche Rohstoffe, nachhaltige Produktionsverfahren und ressourcenschonende Bauweisen.

Dabei gewinnt die Kreislauffähigkeit von Materialien zunehmend an Bedeutung. Bauprodukte sollen wiederverwendbar und hochwertig recycelbar sein. Nachhaltige Konstruktionen wie Holzmodul- oder Hybridbauweisen ermöglichen demontierbare Strukturen mit geringerem Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß.

Bereits in der Planungsphase integrieren wir Lebenszyklusanalysen, um den CO₂-Fußabdruck von der Herstellung der Baustoffe über die Nutzung bis zum Rückbau zu bewerten. Ergänzend planen wir nutzungsneutrale Grundrisse, die flexible Anpassungen – etwa die Umwandlung von Wohnungen in andere Nutzungen – ermöglichen. Unser Ökobilanz-Gesamtmassen-Kreislauf-Rechner (ÖBIGK) unterstützt dabei frühzeitig die Bewertung von Materialmengen und Recyclingfähigkeit gemäß ISO 20887.

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Innovationen / Modulares Bauen:

Wir setzen innovative Verfahren ein, mit denen wir nachhaltiger und kosteneffizienter bauen können. Dazu gehört auch die strategische Kooperation mit der ​GROPYUS AG, deren plattform-basierte Lösung in modularer und vorgefertigter Holzhybrid-Bauweise Ressourcenschonung und Leistbarkeit miteinander verbindet.  

Damit einher geht die Steigerung der Kreislauffähigkeit der Konstruktionen und Bauprodukte. Wir wollen sie durch die Einführung einer Kennzahl für Kreislauffähigkeit sowie der schrittweisen Einführung von Materialpässen für neue Gebäude vorantreiben.  

Um nachhaltige Produktinnovationen voranzutreiben, haben wir im Rahmen des Dialogprozesses „Perspektiven zur Zukunft des Bauens“ einen Innovationswettbewerb durchgeführt, bei dem innovative Materialien und Produkte prämiert wurden.

Die Preisträger und Jury des Construction Contest 2024 im Gruppenbild
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Innovationen fördern

Mit dem Construction Contest suchten Vonovia und BUWOG 2024 gemeinsam mit Start-ups und Unternehmen aus der DACH-Region nach innovativen Lösungen für nachhaltiges und bezahlbares Bauen. Rund 100 Unternehmen bewarben sich mit Ideen zu Baustoffen, Konstruktion und Fertigungstechniken, insbesondere für Vorfertigung und modulare Bauweisen. Eine Fachjury aus Praxis und Forschung prämierte unter anderem tragfähige Lehmsteine, ein Trockenbausystem aus Stroh, Aerogel-Dämmung sowie klimapositive Betonfertigteile. Die ausgezeichneten Lösungen werden nun auf ihren Einsatz in BUWOG-Bauprojekten geprüft. Mehr Informationen zum Construction Contest gibt es hier

Auch mit dem Dialogprozess „Perspektiven zur Zukunft des Bauens“ fördert Vonovia Innovationen im Bauwesen. Seit 2022 bringt die Initiative Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Forschung und Politik zusammen, um Lösungen für klimafreundliches und nachhaltiges Bauen zu entwickeln. In Arbeitsgruppen mit Branchenexpert:innen und dem Fraunhofer-Institut wurden konkrete Handlungsansätze erarbeitet, die in Maßnahmen und Ziele überführt werden und zugleich Impulse für die politische Rahmengebung geben.

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Nachhaltigkeit im ​Bauprozess

Ein verantwortungsbewusstes Baustellenmanagement ist für uns zentral. Wir setzen auf höchste Standards beim Arbeitsschutz gemäß ArbSchG und sichern durch Sicherheitskoordination das Wohlbefinden aller Mitarbeitenden sowie der Nachbarschaft (z. B. durch Lärm- und Staubschutz). Diese strengen Vorgaben gelten ausnahmslos auch für unsere General- und Subunternehmer.

Im Bereich Abfallmanagement folgen wir strikt dem Abfallwirtschaftsgesetz. Durch konsequente Mülltrennung reduzieren wir nicht nur unsere Umweltbelastung, sondern minimieren auch Entsorgungskosten – ein wirtschaftlicher Anreiz, den wir fest in unsere Ausschreibungen integrieren.

Zudem priorisieren wir den Schutz der Biodiversität. Gemäß Bundesnaturschutzgesetz prüfen wir bei jedem Planungsprozess frühzeitig die Auswirkungen auf geschützte Arten. Unsere internen Richtlinien (z. B. zum Erhalt von Baumbeständen) ergänzen den gesetzlichen Rahmen, um bedrohte Pflanzen und Tiere im direkten Umfeld unserer Bauvorhaben sicher zu schützen.

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Mobilität

Nachhaltige Mobilitätskonzepte sind ein weiterer Baustein unseres Developments. In unseren Projekten legen wir Wert auf die Förderung nachhaltiger Mobilität durch Schaffung vielfältiger niederschwelliger Angebote. Ein Beispiel ist die Fertigstellung des Helio Tower im Stadtentwicklungsgebiet „The Marks“ in Wien. Er verfügt über eine in Österreich einmalige bauplatzübergreifende Fahrradarkade, die Platz für 2.000 Fahrräder bietet, davon 652 Fahrräder für den Helio Tower. Im Schnitt hielten wir für jede neu errichtete Wohnung 1,8 Fahrradstellplätze vor. Dazu kommen ein Car-Sharing-Modell mit Elektroautos, Citybikes und elektrischen Lastenrädern sowie bis zu 27 E-Ladestationen mit intelligentem Lastmanagement allein im Garagenbereich der BUWOG. Im Durchschnitt sind unsere im Berichtsjahr fertiggestellten Neubauten in etwa vier Gehminuten von öffentlichen Verkehrsmitteln aus zu erreichen.

Unsere Projekte

Zu sehen in der Visualisierung stehend in einem Café im Erdgeschoss mit Personen und Sitzmöglichkeiten, sind die anderen Gebäude und Personen auf der Straße.
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Projekt ZAM FREIHAM

Hier erfahren Sie mehr zum Projekt Zam Freiham

DECKZEHN_Außenansicht
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Projekt Deck Zehn

Hier erfahren Sie mehr zu unserem Projekt Deck Zehn in Wien

Visualisierung des BUWOG Neubauprojekts Havelgalerie mit Blick in den Innenhof
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Projekt Havelgalerie

Hier erfahren Sie mehr zum Projekt Havelgalerie

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Projekt 52° Nord

Hier erfahren Sie mehr zu Projekt 52° Nord

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850 Kubikmeter Holz für nachhaltigen Neubau

Hier erfahren Sie mehr zu nachhaltigem Neubau

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Vonovia stellt die Weichen für nach­haltiges Bauen

Hier erfahren Sie mehr zum Dialogprozess „Perspektiven zur Zukunft des Bauens“

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Projekt Hygge Höfe

Hier erfahren Sie mehr über ​​Projekt Hygge Höfe

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