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Eine Photovoltaikanlage auf einem flachen Kiesdach. Im Hintergrund sind Bäume und weitere Häuser zu sehen. Die Sonne scheint auf die Solarpanels, der Himmel ist blau mit leichten Wolken.
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Klimaschutz im Immobilienbestand

Wir verfolgen das Ziel, unseren Gebäudebestand bis zum Jahr 2045 treibhausgasneutral zu bewirtschaften. Grundlage hierfür ist ein Übergangsplan für den Klimaschutz, der messbare und zeitgebundene Zwischenziele, die Zuweisung der erforderlichen Ressourcen sowie technische und organisatorische Maßnahmen enthält. Zur Umsetzung modernisieren wir unsere Quartiere energetisch, steigern die Erzeugung erneuerbarer Energien, ersetzen schrittweise fossile Energieträger und setzen Technologien zur Wärmeerzeugung und -speicherung ein.

Unsere Ziele und Steuerungsgrößen

Im Bereich Klimaschutz verfolgen wir klare und messbare Ziele. Dabei unterscheiden wir zwischen einem mittelfristigen Ziel bis 2030 und einem langfristigen Ziel bis 2045.
Bis zum Jahr 2030 streben wir für unseren Gebäudebestand in Deutschland eine CO₂-Intensität von unter 25 kg CO₂e pro m² an.

Langfristig hat sich Vonovia das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2045 einen treibhausgasneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Dies entspricht einer CO₂-Intensität von unter 5 kg CO₂e pro m² Mietfläche und Jahr. Die verbleibenden Restemissionen sollen durch geeignete Maßnahmen zur CO₂-Entnahme ausgeglichen werden, sodass insgesamt Netto-Null erreicht wird.

Beide Ziele berücksichtigen die gesamte Wertschöpfungskette und berücksichtigen neben dem Gebäudebetrieb auch vorgelagerte und nachgelagerte Emissionen.

Infografik von Vonovia zur Treibhausgas-Bilanz. Sie zeigt die Verteilung der Emissionen (Scope 1 bis 3) entlang der Wertschöpfungskette mit einem Gesamtwert von 1,71 Mio. t CO2e für 2025. Als Klimaziele werden eine Reduktion der Emissionen um ca. 25–42 % bis 2030 sowie das Erreichen von Netto-Null bis 2045 definiert.
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Logo mit geschwungenen Linien und Text: SCIENCE BASED TARGETS. DRIVING AMBITIOUS CORPORATE CLIMATE ACTION
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Wissenschaftsbasierte Ziele / Science-based targets

Die Science-based Target Initiative (SBTi) hat im März 2024 bestätigt, dass die von der Vonovia SE gesetzten und eingereichten Klimaziele (Near-term targets) als im Einklang mit dem 1,5 Grad-Ziel des Paris-Abkommens sind:  

„Vonovia SE verpflichtet sich, die absoluten Scope 1 und 2 Treibhausgasemissionen bis 2030 um 42 % gegenüber dem Basisjahr 2021 zu reduzieren. Ebenso verpflichtet sich Vonovia SE, die absoluten Scope 3-Treibhausgasemissionen aus den Kategorien „Brennstoff- und energiebezogene Aktivitäten“, „Nutzung verkaufter Produkte“ und „Nachgelagerte vermietete Vermögensgegenstände“ bis 2030 um 25 % zu reduzieren.“ 

Damit sind wir eines von sechs Unternehmen im Immobiliensektor in Deutschland, welches eine solche Bestätigung durch die SBTi erhalten hat.

Managementansatz

Der Übergangsplan für den Klimaschutz für unseren Gebäudebestand – unser Klimapfad – basiert auf drei zentralen Hebeln: der Effizienzsteigerung durch energetische Modernisierung der Gebäudehülle, der Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien im Quartier (Fuel Switch) sowie der langfristigen Transformation der Energieversorgung (Dekarbonisierung der Fernwärme). 
Der Klimapfad mit CO₂‑Reduktionspfaden, Zeithorizonten, Investitionsvolumen und der externen Überprüfung ist öffentlich zugänglich und wird regelmäßig fortgeschrieben. Auf dieser Grundlage nutzen wir unser Dekarbonisierungstool (DKT), das den Gebäudebestand anhand ökologischer und wirtschaftlicher Parameter analysiert und Sanierungsmaßnahmen zeitlich priorisiert. So entsteht ein integrierter Gesamtplan, der wirtschaftliche Aspekte und die geplante Minderung der treibhausgasbedingten Emissionen miteinander verbindet. 

Ein Wasserfalldiagramm visualisiert den Pfad zur CO2-Neutralität bis 2045. Ausgehend von 38,4 kg CO2e/m² (2021) wird die Intensität durch Energieeffizienz, Brennstoffwechsel (Fuel Switch) und Fernwärme-Dekarbonisierung auf unter 25 kg (2030) und schließlich unter 5 kg (2045) gesenkt. Der verbleibende Rest wird durch CO2-Entnahme ausgeglichen, um das Ziel Net-Zero (0) zu erreichen.
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Die Umsetzung erfolgt auf Quartiersebene. Maßnahmen an der Gebäudehülle – etwa Dämmung oder Fenstertausch – werden mit der Umstellung auf Energieversorgungssysteme kombiniert.

Gebäude werden abhängig von ihrem energetischen Ausgangszustand schrittweise energetisch modernisiert, um den Energiebedarf und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen entsprechend den im Klimapfad festgelegten Zielen zu reduzieren. Dabei setzen wir auf wirtschaftlich tragfähige, skalierbare Konzepte und die Kopplung von Wärme, Strom und Mobilität.

Zur Beschleunigung der Dekarbonisierung setzen wir gezielt auf den verstärkten Einsatz von Wärmepumpentechnologien, mit denen wir bestehende, fossil befeuerte Heizsysteme schrittweise durch elektrisch betriebene Systeme ersetzen. Unsere Partnerschaft zur Entwicklung von Wärmepumpen‑Cubes – kompakten, extern installierbaren Wärmepumpenzentralen, die alle notwendigen Komponenten bündeln und mehrere Gebäude gleichzeitig versorgen können – ermöglicht platzsparende Lösungen speziell für Mehrfamilienhäuser.
Die daraus resultierenden Änderungen des Energieverbrauchs und der treibhausgasbedingten Emissionen werden projektbezogen erfasst und fließen in die Auswertung des Klimapfads ein. Für Projekte im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz wurden wir unter anderem mit dem RealGreen Award der DENEFF ausgezeichnet.

Mit diesem strategischen Ansatz wollen wir den Energieverbrauch im Bestand senken und so auch Energie‑ und CO₂‑Kosten im Zeitverlauf mindern; die erwarteten Effekte werden in Szenarien des Klimapfads quantifiziert und regelmäßig überprüft. Gleichzeitig berücksichtigen wir Risiken – etwa regulatorische Veränderungen, steigende CO₂‑Preise oder technologische Entwicklungen – durch vorausschauende Planung und eine enge Verzahnung mit unserer Investitions‑ und Portfoliostrategie.
Die Klimastrategie des Konzerns wird zentral durch den Fachbereich Nachhaltigkeit im Ressort des Chief Executive Officer (CEO) koordiniert. Die Umsetzung der energetischen Modernisierung erfolgt im Ressort des Chief Rental Officer (CRO) über das Portfoliomanagement in Zusammenarbeit mit den Regionen. Dabei werden gezielt Gebäude ausgewählt und individuelle Modernisierungsfahrpläne festgelegt.

Der Photovoltaik‑Ausbau wird vom Bereich Quartierwerk im Ressort des Chief Development Officer (CDO) gesteuert und ist eng mit der Portfoliosteuerung verzahnt. Die Freigabe aller Investitionen für energetische Modernisierung und Photovoltaik‑Ausbau erfolgt durch den Gesamtvorstand.

Unsere Hebel für Klimaschutz im Immobilienbestand

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Energieeffizienz: Energetische Modernisierung

Die energetische Modernisierung spielt eine zentrale Rolle im Vonovia‑Klimapfad. Mithilfe unseres Dekarbonisierungstools (DKT) erhält jedes Gebäude individuelle Modernisierungspläne, zum Beispiel für Maßnahmen an der Gebäudehülle wie Dämmung oder Fenstertausch. Zur Begrenzung der Belastung für unsere Mieterinnen und Mieter nutzen wir Förderprogramme wie die Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (BEG).

Seit 2022 forcieren wir die Elektrifizierung der Wärmeerzeugung in unseren Beständen. Im Fokus steht dabei der Wärmepumpen‑Cube; aktuell sind 29 Anlagen in Betrieb. Eine Partnerschaft mit EnerCube und der DFA Aachen ermöglicht die Skalierung: Bis 2029 sollen 1.000 Cubes produziert werden, um deutschlandweit rund 20.000 Wohneinheiten zu versorgen und so den Einsatz fossil befeuerter Heizsysteme schrittweise zu reduzieren.

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Fuel Switch: Einsatz erneuerbarer Energien im Quartier

Ein weiterer Baustein für die Umsetzung des Klimapfads ist die Erhöhung der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen. Dazu zählt insbesondere die Elektrifizierung der Wärmegewinnung durch den Einsatz von Luft‑Wasser‑Wärmepumpen.

Ende 2025 verfügte Vonovia über rund 5.300 Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von 188 MWp. In den kommenden Jahren wird der Ausbau der Photovoltaik weiter vorangetrieben: Bis 2028 sollen rund 400 MWp installiert werden; langfristig ist ein Ausbau auf bis zu 700 MWp vorgesehen.

Über unsere Energieversorgungsgesellschaft, die Vonovia Energie Service GmbH (VESG), bieten wir unseren Kundinnen und Kunden zertifizierte Stromprodukte aus erneuerbaren Energien. Im Rahmen der Wachstumsstrategie wird der Vertrieb kontinuierlich ausgebaut und die entsprechenden Kapazitäten im Kundenservice erweitert. Ziel ist es, den Anteil selbst erzeugter Energie weiter zu erhöhen und diese auch für wohnungsnahe Anwendungen wie beispielsweise E‑Mobilität nutzbar zu machen.

Durch die Bereitstellung von im Quartier erzeugtem Solarstrom sowie zertifiziertem Strom aus erneuerbaren Energien versorgen wir inzwischen über 52.000 Haushalte mit Stromangeboten, die auf erneuerbare Quellen zurückgreifen und zur Reduzierung treibhausgasbedingter Emissionen beitragen können. Ergänzend dazu wurden zwei Stromlieferverträge (Power Purchase Agreements) abgeschlossen, über die rund 27,4 Mio. kWh Strom aus Windkraft bezogen werden konnten. Dies entspricht vermiedenen Emissionen in Höhe von etwa 20.700 Tonnen CO₂‑Äquivalenten.

Mann in Warnweste und Helm steht vor einer Fabrik.
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Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung

Ein weiterer Hebel unseres Klimapfads ist die Versorgung mit Fernwärme, die langfristig eine geringere Treibhausgasintensität aufweist. Wir setzen hierbei auf eine enge Zusammenarbeit mit der Energiewirtschaft und unterstützen die politischen Ziele zum Kohleausstieg sowie zum Ausbau erneuerbarer Energien.

Die kommunale Wärmeplanung dient uns dabei als Kompass für die langfristige Dekarbonisierung der Wärmenetze. Wo Fernwärme unter Umwelt‑ und Wirtschaftlichkeitsaspekten langfristig geeignete Rahmenbedingungen bietet, treiben wir den Anschluss unserer Bestände gezielt voran. Vonovia arbeitet hierfür eng mit führenden Fernwärmeanbietern zusammen und verzahnt deren Transformationsstrategien mit unserer eigenen Quartiersplanung.

Ein Beispiel hierfür ist das Projekt „Wärmewende Bochum“, an dem Vonovia beteiligt ist. Dort erfolgt eine integrierte Betrachtung von Wärme‑ und Stromerzeugung unter Einbindung der relevanten Akteure der Kommune, um die lokale Umstellung der Energieversorgung planbar zu gestalten.

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Klimaschutz in Österreich und Schweden

In Österreich ist die BUWOG seit 2011 Partner des „klimaaktiv Pakt“ des österreichischen Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK). Im Rahmen des Pakts hat die BUWOG das Ziel definiert, bis 2030 eine Treibhausgasreduktion von 55 % gegenüber dem Basisjahr 2005 zu erreichen. Der Großteil der CO2-Reduktion wird auf das Konto von Modernisierungen und Verbesserungen im Bestand gehen, insbesondere energetische Sanierung, Effizienzsteigerung bei der Beheizung und Umstellung auf umweltfreundlichere Energieträger. Zudem sollen bis 2030 alle Ölheizungen ersetzt werden und damit fünf Jahre früher als gesetzlich vorgeschrieben.

In Schweden werden die Bestandsgebäude von Victoriahem überwiegend über Fernwärme sowie über Wärmepumpen mit Wärme versorgt. Wärmepumpen werden mit Strom betrieben, der in Schweden nur einen geringen Anteil fossiler Energieträger aufweist und daher vergleichsweise niedrige CO₂e-Emissionen verursacht.

Der Weg zur weiteren Reduktion von Emissionen wird daher vor allem durch eine kontinuierliche Verbesserung der Energieeffizienz unserer Gebäude bestimmt. Ziel ist es, den Energieverbrauch pro m² bis 2030 im Vergleich zu 2015 um 30 % zu senken.

Victoriahem ist zudem der Initiative „Allmännyttans klimatinitiativ“ des schwedischen Wohnungsverbandes beigetreten. Diese verfolgt das Ziel einer fossilfreien Energieversorgung bis 2030 und strebt eine Reduktion der CO₂e-Emissionen um 50 % bis 2035 gegenüber 2025 an. Ergänzend dazu verfolgt Victoriahem eigene Klimaziele und arbeitet daran, den CO₂-Fußabdruck des Unternehmens zwischen 2020 und 2030 um 50 % zu reduzieren.

Relevante Kennzahlen zu Klima und Umwelt

Säulendiagramm zur Verteilung der Energieeffizienzklassen im Deutschland-Portfolio von 2022 bis 2025. Der Großteil der Mietflächen liegt in den Klassen C und D (75 bis unter 130 kWh/m²a) mit Anteilen von jeweils etwa 24–27 %. Die Klassen E bis H zeigen über die Jahre eine leicht rückläufige oder stabile Tendenz, während hocheffiziente Gebäude (A+ bis B) weiterhin einen kleineren Anteil ausmachen.
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Ein Ringdiagramm zeigt die Treibhausgasemissionen des Konzerns für 2025 (insgesamt 1.706 Tsd. Tonnen CO2e). Den größten Anteil macht Scope 3 mit 53,1 % aus (hauptsächlich Haushaltsstrom und Vorkette Energieträger), gefolgt von Scope 1 mit 31,1 % (primär Wärme Erdgas) und Scope 2 mit 15,8 % (fast ausschließlich Fernwärme). Kleine Teilbereiche wie Kälte, Heizöl und Geschäftsbetrieb sind ebenfalls aufgeführt.
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Balkendiagramm zur CO2-Intensität des Deutschland-Portfolios in kg CO2e/m² Mietfläche. Es zeigt einen kontinuierlichen Rückgang zwischen 2021 und 2025: In der Kategorie Scope 1+2+3.3 sinkt der Wert von 38,4 auf 30,7, in der Kategorie Scope 1+2 von 34,1 auf 24,7. Eine Fußnote weist auf einen Methodenwechsel zwischen 2021 und 2022 hin.
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Ein Balkendiagramm zeigt das starke Wachstum installierter Photovoltaikanlagen von 2021 bis 2025. Die Anzahl steigt von 451 Anlagen im Jahr 2021 über 1.353 (2023) auf einen Höchstwert von 5.300 Anlagen im Jahr 2025 an. Besonders zwischen 2023 und 2025 ist ein steiler Aufwärtstrend erkennbar.
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Balkendiagramm zur installierten Photovoltaik-Leistung in MWp. Die Leistung steigt von 19 MWp (2022) auf 188 MWp (2025) an. Für die Folgejahre sind Zielsetzungen von 282 MWp (2026) und 400 MWp (2028) dargestellt, was einen kontinuierlichen Wachstumspfad markiert.
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