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Berlin

Photovoltaik im Denkmal: Neue PV-Anlagen im UNESCO-Weltkulturerbe Wohnstadt Carl Legien


23.03.2026

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Die Carl-Legien-Siedlung ist Teil von sechs Berliner Siedlungen aus den 1920er Jahren auf der UNESCO-Welterbeliste.

  • Energiewende und Denkmalschutz: neue Solaranlagen auf der Wohnstadt Carl Legien fügen sich in die Welterbe-Architektur ein
  • In Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt installiert Vonovia 5.600 Photovoltaikmodule mit einer Gesamtleistung von 2,6 MW
  • Rund 1.000 t weniger CO2 pro Jahr

Berlin, 23.03.2026 - Moderne Photovoltaik und Denkmalschutz schließen sich nicht aus: Auf den Dächern der Wohnstadt Carl Legien installiert das Wohnungsunternehmen Vonovia derzeit in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt neue Photovoltaikanlagen. Die Siedlung der Berliner Moderne ist UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als eines der bedeutendsten Beispiele des sozialen Wohnungsbaus der 1920er-Jahre.

Energiewende im denkmalgeschützten Quartier

In der UNESCO-Welterbesiedlung Wohnstadt Carl Legien wird besonders deutlich, wie Denkmalschutz und Energiewende positiv zusammenwirken können. Die von Bruno Taut entworfene Anlage gilt als herausragendes Beispiel des Neuen Bauens und verbindet bis heute städtische Dichte mit Licht, Luft und begrünten Höfen. Die Integration von Photovoltaik unterstreicht den Anspruch, dieses Erbe zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

Die Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung mit den Denkmalbehörden. Die Denkmalpflege begleitet entsprechende Vorhaben aktiv und unterstützt Eigentümerinnen und Eigentümer dabei, geeignete und denkmalverträgliche Lösungen zu entwickeln. Grundlage ist unter anderem der Berliner Solarleitfaden, der praxisnah Wege für denkmalverträgliche Photovoltaik aufzeigt und bereits zahlreiche Projekte ermöglicht hat.

„Die Denkmalbehörden des Landes Berlin verstehen es als ihre Aufgabe, aktiv an der Energiewende mitzuwirken und die Nutzung von Solarenergie auch auf Denkmalen zu ermöglichen. Die Integration von Photovoltaik in denkmalgeschützte Gebäude ist in vielen Fällen gut möglich. Entscheidend ist eine sorgfältige Planung, die sowohl die architektonischen Qualitäten bewahrt als auch einen Beitrag zum Klimaschutz leistet“, sagt Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut.

"Solaranlagen sind ein wichtiger Baustein für den Umstieg auf erneuerbare Energien und damit dem Kampf gegen den Klimawandel. Ich freue mich insoweit sehr, dass wir durch die Installation der Solaranlagen auf den Dächern einer UNESCO-Weltkulturerbe-Siedlung zeigen können, dass sich auch Denkmalschutz und nachhaltige Energie zusammenbringen lassen und die Carl-Legien-Siedlung damit eine echte Vorbildfunktion übernimmt“, sagt auch Cornelius Bechtler, Bezirksstadtrat und Leiter der Abteilung Stadtentwicklung und Bürgerdienste des Bezirks Pankow.

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v.l.n.r.: Cornelius Bechtler, Bezirksstadtrat und Leiter der Abteilung Stadtentwicklung und Bürgerdienste des Bezirks Pankow, Julia Ward, Vonovia-Teamleiterin Photovoltaik in Berlin, Sebastian Krüger, Leiter Geschäftsbereich Ost bei Vonovia, und Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut.

Großflächiger Ausbau der Solarenergie in Berlin

„Die Wohnstadt Carl Legien ist eine von vier UNESCO-Siedlungen, für die wir in Berlin verantwortlich sind. Wir sind glücklich und stolz, dass wir an diesem besonderen Ort in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt eine PV-Anlage umsetzen können“, erklärt Sebastian Krüger, Leiter Geschäftsbereich Ost bei Vonovia.

Gemeinsam mit ihrem Team und Partnerfirmen sorgt Julia Ward, Leiterin Photovoltaik Team Ost bei Vonovia, in der Wohnstadt für die Installation von 5.600 Photovoltaikmodulen mit einer Gesamtfläche von rund 11.200 m² – das entspricht 1,5 Fußballfeldern. 2,6 MW Leistung sorgen für rund 1.000 t weniger CO2-Ausstoß pro Jahr.

Seit 2023 haben Vonovia und die Deutsche Wohnen in Berlin Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von über 37 MW installiert – 91.000 Module mit einer Gesamtfläche von 25 Fußballfeldern. Zusammen können diese Anlagen Solarstrom für die Vollversorgung von mehr als 13.000 2-Personen-Haushalten erzeugen, und die Gebäude stoßen 13.500 t CO2 weniger im Jahr aus als vorher.

2026 baut Vonovia in Berlin weitere Solaranlagen mit einer Leistung von 24 MW und einer Fläche von 15 Fußballfeldern. Dadurch können zusätzlich mehr als 8.000 2-Personen-Haushalte mit Sonnenenergie versorgt und 8.500 t CO2 eingespart werden. Bereits heute hat Vonovia 25 Prozent der eigenen Dächer in Berlin mit Photovoltaikanlagen bestückt. Bis Ende 2027 folgen weitere 10 bis 15 Prozent.

Möglich wird dieser weitere Ausbauschritt auch durch erleichterte rechtliche Rahmenbedingungen: Photovoltaikanlagen können in Berlin inzwischen grundsätzlich auch auf Hochhäusern genehmigungsfrei installiert werden.

„Unter den Berliner Wohnungsunternehmen sind wir der mit Abstand größte Photovoltaik-Installateur. Unsere PV-Aktivitäten, auch im UNESCO-Welterbe, sind ein wichtiger Baustein, damit wir unseren Klimapfad erfolgreich gehen können“, ergänzt Sebastian Krüger.

Vonovia baut systematisch Photovoltaik-Anlagen auf alle geeigneten Gebäude – bis zu 700 MWp, das entspricht mehreren Großkraftwerken. So können Mieterinnen und Mieter grünen Strom vom eigenen Dach nutzen. Das Programm hat viele Vorteile: Die Mieter:innen können an der Energiewende teilhaben, die Quartiere werden durch eine dezentrale und CO2-freie Energieversorgung gestärkt, und Vonovia kommt auf dem Klimapfad voran mit dem Ziel, bis 2045 fast keine Treibhausgase mehr zu emittieren. Perspektivisch will Vonovia alle Anlagen im Mieterstrom-Modell betreiben.

Bild: Vonovia / Offenblende

23.03.2026


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Pressemeldung_PV-Anlagen Wohnstadt Carl Legien

Christoph Metzner Pressesprecher Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt
Christoph Metzner
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